Glasklar

Vergeblich wische ich mit dem Lappen über das verschmierte Fensterglas. Die Schlieren wollen einfach nicht verschwinden. Der Schweiß steht mir auf der Stirn. Eine Bewegung auf der anderen Straßenseite erregt meine Aufmerksamkeit. Es ist Lili, die Nachbarstochter, die mir freudig zuwinkt. Mechanisch winke ich zurück. Plötzlich zuckt sie zusammen und verschwindet schnellen Schrittes. Ich halte in der Bewegung inne. »Oh Lili, heute ist nicht dein Tag.« Ich sehe in das leblose Gesicht des Vertreters. »Das ist alles Ihre Schuld!« Sein Blut ist überall. Ich wasche meine Hände, ziehe eine Jacke über und gehe schließlich zum Nachbarhaus, denn Zeugen mag niemand.